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Beratung Milchvieh und Futterbau

Ich berate Sie gerne in Milchviehhaltung, Fütterung und Futterbau. Besondere  Herausforderungen stehen uns angesichts des Klimawandels bevor. Die Frage: Was baue ich an um die Futtergrundlage meiner Kühe zu sichern, steht ebenso im Vordergrund wie die Bewältigung von Hitzestress während der Sommermonate. Hier stehe ich Ihnen mit meiner langjährigen betrieblichen Erfahrung zur Verfügung

Kontakt:
Stefan Freuen
Diplom-Ingenieur (FH)
Mail: stefan.freuen@t-online.de
Tel: 0170-9179292
Web: www.optimumkuh.com

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Es beginnt mit der Geburt

Die Kälber- und die Jungviehaufzucht bilden die wichtigste Ausgangsvoraussetzung für ein langes und ertragreiches Kuhleben. Mein besonderes Augenmerk richtet sich auf ein einfaches Stallsystemen, eine längere Tränkeperiode mit hochwertigen Futtermitteln, um möglichst hohe Tageszunahmen zu generieren. Das ist die Basis um das Erstkalbealter deutlich zu senken. Meine betrieblichen Auswertungen haben gezeigt, dass Kühe mit einem Erstkalbealter zwischen 22 und 23 Monaten die höchste Lebensleistung und die höchste Lebenstagsleistung erreichen. Wenn Sie Ihre Jungviehaufzucht optimieren wollen, dann sprechen Sie mich an

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Datenquelle: Stefan Freuen
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Silierung ist immer noch für eine Überraschung gut

Wer kennt das nicht ? Man öffnet ein neues Silo das zuvor beprobt wurde. Die vom Labor deklarierten Werte lassen eine entspannte Futtersaison erwarten. Doch, es kommt ganz anders. Die Inhaltsstoffe der Milch passen nicht, die Leistung geht unerklärlich zurück, die Kühe werden schmutziger und im Nachgang nehmen die Lahmheiten zu. Was ist nur los? Kommt auch Ihnen dieses Phänomen bekannt vor? Lassen Sie uns gemeinsam auf die Suche begeben und das Problem abstellen. Hierzu habe ich den letzten Jahren zahlreiche Erfahrungen gesammelt.

Sodagrain ist ein Futtermittel mit Potential

Sodagrain besteht im Wesentlichen aus hofeigenem oder zugekauftem Getreide, dass unter Zugabe von Natriumhydroxid und Wasser ohne Schoten zu einer langsam verdaulichen Futterkomponente umgewandelt wird. So steigt die  Beständigkeit der Weizenstärke durch diesen Prozess von ca. 10 % auf etwa 45 % und erreicht damit nahe an den Wert von Körnermais. Grundsätzlich sind alle Getreidearten einsetzbar. Vom Sodagrain können relativ große Mengen in der Größenordnung von 4-6 kg je Tier und Tag verfüttert werden. Damit steht ein äußerst preiswertes Kraftfuttermittel zur Verfügung deren Herkunft Sie selber bestimmen können. Die Veredelung der Ernteprodukte der eigenen Fläche ist somit sehr gut möglich.

Dabei ist es eines der wenigen Konzentrate die im Pansen der Kuh nicht sauer, sondern außerordentlich basisch (pH 11) wirken. Nebenbei erfolgt auch eine Konservierung durch die Lauge.

In unserer Ration setzen wir eine besondere Variante von Sodagrain ein. Je nach Bedingungen fügen wir unterschiedlich hohe Mengen von Rapssaat (Rapskörner) zu. Durch diese Zugabe kann man das Fettsäuremuster von  C16:0  zu C18:1 erheblich zugunsten der Ölsäure (C18:1) verschieben. Die heutigen Rapssorten bestehen zu 15-30 % aus der mehrfach ungesättigten Fettsäuren Linolsäure (C 18:2) und zu 5 – 14 % aus der Linolensäure (C 18:3 besser bekannt als sogenannte Omega Drei Fettsäure).  Deren Wirkungen im Verdauungstrakt sind in der Literatur vielfach besonders positiv beschrieben worden. Besonders hervorzuheben ist der sogenannte CLA-Effekt. Denn aus Linolsäure entsteht  durch bestimmte Pansenbakterien die konjungierte Linolsäure, die einerseits den Milchfettgehalt zwar senkt, aber signifikant den Energiestoffwechsel der Kuh positiv beeinflusst. CLA stellt einen  äußerst effektiven Leberschutz dar und trägt erheblich zur  Ketosevorbeugung bei. Diesen positiven Effekt nutzt auch ein industriell  hergestellter Futterzusatzstoffe eines bekannten Chemieunternehmens.

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Sodagrain